LeishmanioseWas ist „Leishmaniose“? Immer häufiger wird über die Leishmaniose bei Hunden berichtet (Canine Leishmaniose), doch Hundehalter sind oft verunsichert über Entstehung, Anzeichen, Gefahren, mögliche Behandlung und Vorbeugung gegen diese Krankheit. Die Leishmaniose ist eine schwere Erkrankung bei Hunden, die oft tödlich verläuft. So genannte Sand- oder Schmetterlingsmücken übertragen mit ihrem Stich winzig kleine einzellige Parasiten (Leishmania infantum) auf den Hund. Anzeichen und Krankheitsverlauf Nach der sehr unterschiedlich langen Inkubationszeit ist das erste und häufigste Anzeichen dafür, dass Ihr Hund an Leishmaniose erkrankt sein könnte, Haarausfall im Augenbereich und an der Schnauze. Typisch ist die so genannte „Brille“, ein kahler Bereich um die Augen. Symptome der Leishmaniose Für den Laien ist die Leishmaniose schwer zu erkennen, weil mit ihr eine ganze Reihe von Anzeichen einhergehen können, die auch bei anderen Krankheiten auftreten. Dazu gehören
Eine eindeutige Diagnose kann nur der Tierarzt
stellen (Blutuntersuchung, Titer).
Wichtiger Hinweis Hunde, die Leishmaniose positiv sind, sollten weder geimpft (ausser mit der zwingenden Tollwutimpfung, die für eine Einfuhr benötigt wird) noch narkotisiert (keine Kastration, die ja nicht unbedingt notwendig ist) werden. Beides könnte unter Umständen zu einem Leishmaniose-Schub führen. Therapie Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr
Hund an Leishmaniose erkrankt sein könnte, sollten Sie ihn so bald
wie möglich Ihrem Tierarzt vorstellen, denn eine Behandlung ist um
so erfolgversprechender, je früher sie einsetzt.
Mehr Nebenwirkungen haben Antimonpräparate
(Glucantime oder Pentostam), die in besonders schweren Fällen gespritzt
werden, wenn eine Behandlung mit Allopurinol keinen Erfolg hat. Sie schwächen
zusätzlich das Immunsystem des Hundes, und eine begleitende Leberschutzbehandlung
ist wichtig.
Wichtig ist es auch, darauf zu achten,
dass der Hund nicht unter körperlichen und seelischen Stress gerät,
weil dadurch sein Immunsystem geschwächt werden könnte. Es kann
nämlich sein, dass durch derartige Stresssituationen die Krankheit
dann erneut ausbricht. Wenn es zu solchen erneuten Krankheitsschüben
kommt, wird allerdings der Besitzer eines bereits erkrankten Hundes aufmerksam
für die Symptome sein, so dass eine Behandlung sofort eingeleitet
werden kann.
Neue Behandlung Gute Erfolge erzielt eine Behandlung mit einer Kombination aus Allopurinol und Concurat-L (Levamisol oder Levamisolum). Der Wirkstoff von Concurat-L (Hersteller Bayer AG) heist LEVAMISOLUM und ist ein Breitspektrum-Anthelmintikum. Es wurde ursprünglich zur Entwurmung von Tieren wie Schafen, Schweinen und Mastgeflügel entwickelt und angewendet. Levamisol und Allopurinol bekommen Sie bei Ihrem Tierarzt; es ist verschreibungspflichtig. Sowohl Allopurinol als auch Levamisol sind äusserst preiswerte Medikamente. Meine beiden Hunde Meggy und Pepa werden seit ein paar Wochen damit behandelt; insgesamt dauert die Behandlung 4 Monate. Bereits nach 4-wöchiger Behandlung ist der Titer bei Meggy von 1:1400 auf 1:63 gefallen. Ich habe keinerlei Nebenwirkungen beobachten können. Beide Hunde sind fit und munter und nehmen konstant wieder an Gewicht zu. Das Fell glänzt und die Schuppen- sowie Ekzembildung ist verschwunden. Anwendung Über 4 Monate wird dem Hund eine Kombibehandlung aus ALLOPURINOL (Tabletten) und CONCURAT-L (Levamisolum; meist als Pulver) gegeben. DOSIERUNG: Allopurinol: Morgens und Abends je 1 Tablette.
Levamisol: das Pulver 2x pro Woche unters Futter/in
Leberwurst mischen.
Bitte einen Bluttest/Leismaniose vor- und nach der Behandlung machen lassen. Abschliessend möchte ich Ihnen folgendes ans Herz legen: Leishmaniose ist, wenn sie behandelt wird, kein Grund für eine Nicht-Adoption. Sie ist nicht ansteckend. Es ist ein schönes Erlebnis, beobachten zu dürfen, wie sich das Tier unter Behandlung erholt (siehe Fotos). Bitte geben Sie gerade diesen Tieren eine Chance; sie werden es Ihnen danken. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Nicole Aytar
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mit freundlicher
Genehmigung von Nicole Aytar
http://www.tierschutz-spanien.de