nachdem
sich einige meiner Kollegen hier auf diesen Seiten bereits vorgestellt
haben, möchte auch ich es nicht versäumen über meinen Werdegang
zu berichten und allen zu danken, die mir geholfen haben nach Deutschland
zu kommen.
Ich
heiße Amalita und wurde zusammen mit Samuel
am 12.10.2005 durch meine Flugpaten
(Willi und Claudia Mispelbaum) zu Monika Duif gebracht. Dort erholte
ich mich erst einmal bis zum 22. November 2005 von meiner Vergangenheit
und der langen Reise.
Dann
kam ich zu meinen jetzigen Eltern, Sigrid und Volker Breme. Diese hatten
gerade erst nach über 14 Jahren ihren George einschläfern müssen.
Das fand ich richtig schlimm. Aber nach einer etwas problematischen Autofahrt
(ich hasse Autofahren, das macht mich immer ganz nervös und manchmal
wird mir auch schlecht dabei) war ich dann endlich zu Hause und habe dort
die Trübsal schnell verjagt.
Schließlich
bin ich eine lebhafte, aber auch stolze kleine Spanierin und ich habe meinen
neuen Eltern schon recht viel Freude gebracht.
Ich
kam in mein neues zu Hause in der Woche als in NRW der Schneenotstand ausbrach
und im Münsterland über viele Tage der Strom ausfiel. Das war
ein richtiges Sauwetter, bei dem man bekanntlich „keinen Hund vor die Tür
jagt“. Damit ich aber mit meinen Eltern trotzdem spazieren gehen konnte,
kriegte ich erst einmal ein Cape gekauft, natürlich in rot, diese
Farbe steht mir besonders gut.

Den
Verkäufern und Gästen im Tiersalon habe ich erst einmal vorgeführt,
wie einer Spanierin so etwas steht. Allerdings trage ich das Cape nur bei
Minusgraden, sonst ist mir das zu warm.
Im
Schnee konnte ich meinen Eltern zeigen, welches Temperament und welche
Spannkraft so eine kleine Spanierin hat.
Übrigens
meinen Namen Amalita möchte ich behalten, aber häufig werde ich
auch in der Koseform kurz Liti gerufen. Ist mir auch recht, obwohl das
schon wieder auf meine Größe hinweist. Dabei habe ich in den
letzten 5 Wochen schon kräftig zugelegt und bin auch noch ganz schön
gewachsen. Mein Gewicht habe ich von 4,5 kg auf stolze 6 kg erhöht.
Es schmeckt mir aber auch sooooo gut. Allerdings habe ich auch schon von
meinen Eltern vernommen, man werde jetzt etwas aufpassen, damit ich meine
sportliche Figur behalte und nicht zu dick werde.
Anfänglich
hatte ich beim spazieren gehen häufig Angst, durch jeden Lärm,
der mich doch sehr nervte. Jetzt habe ich mich schon daran gewöhnt
und ziehe meine Eltern immer dorthin, wo ich will, obwohl die das nicht
so gerne haben. Deshalb habe ich beschlossen, doch etwas besser auf ihre
Worte zu hören. Fällt mir übrigens als intelligente Spanierin
auch nicht schwer. Wenn ich ein deutsches Wort ein paar Mal gehört
habe, weis ich meistens schon, wo es lang geht. Und wenn es mir in den
Sinn kommt, höre ich auch mal entsprechend, besonders weil das immer
gleich Freudenstürme bei meinen Eltern auslöst.

So,
jetzt habe ich meine ersten Eindrücke geschildert und bin ganz geschafft.
Ich möchte jetzt erst einmal wieder durch die Wohnung toben und meinen
Paradesessel in Beschlag nehmen. Dort sitze ich etwas höher und kann
alles bestens kontrollieren. Dann nehme ich noch eine Mütze voll Schlaf.
Adios
(so sagt man in Spanien) Eure Amalita, genannt Liti.