Mein Name ist Benji.
Eigentlich heisse ich Benjamina, weil ich die kleinste im Wurf war, ich
werde aber immer Benji gerufen. Ich wurde am 20.04.2003 mit mehreren Geschwistern
in der Garage eines Spaniers in der Gegend von Roquetas de Mar geboren.
Durch den Hinweis eines tierlieben Menschen bekam die örtliche Tierhilfeorganisation
diese Information. Wäre dies nicht erfolgt, so wären meine Geschwister
und ich vermutlich lebendig in der Mülltonne entsorgt worden. So kam
dann die Tierhilfe zu uns, verhandelte mit dem spanischen Mann und nahm
uns dann mit.
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Auch meine Mama nahm die
Tierhilfe mit, weil sie auf Kosten der Tierhilfe kastriert und danach wieder
zu dem spanischen Mann zurückgebracht werden sollte.
Wir alle kamen aber nicht ins Tierheim,
weils da gerade ziemlich voll war, sondern direkt zum Haus des Ehrenvorsitzenden
des Tierheims, Herrn Wörner, der auch in Roquetas wohnt. Dort verbrachten
wir die ersten Wochen unseres Lebens gemeinsam mit unserer Mama, die dann
später nach der Kastration und nachdem wir sie nicht mehr brauchten
dem spanischen Mann zurückgebracht wurde. |
Irgendwann kam dann eine Frau dort hin,
die man Monika nannte. Sie war einige Tage dort zu Besuch und wie man hörte
half sie auch im Tierheim mit, die Arbeit zu bewältigen. Sie spielte
viel mit mir und meinen Geschwistern. Als sie dann wieder nach Hause musste
hörte ich, dass sie mich und einige meiner Geschwister mit nach Deutschland
nehmen wollte, weil sie dort eine Pflege- und Vermittlungsstelle für
spanische Hunde aus Roquetas betreibt. So wurde ich dann mit einigen meiner
Geschwister von Monika mit nach Deutschland genommen.
| Leider musste meine Mama
dort bleiben und ich war schon sehr traurig, von ihr getrennt zu werden.
Mitte Juli 2003 ging es mit dem Flugzeug
nach Deutschland und ich durfte mit Monika (in ihrer Jacke) in der Kabine
mitfliegen, als sogenannter Flugpatenhund. Bei Monika zu Hause waren
noch einige andere Hunde, mit denen wir dann auch oft spielten. |
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Ich war ca. 2 Wochen bei Monika und den
anderen Hunden, bis dann am 01.08.2003 eine Frau und ein Mann kamen, die
Claudia und Willi hiessen.
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Sie hatten auch einen ihrer
Söhne dabei, der Florian hieß. Wie ich dann hörte, sollten
Sie mein neues Frauchen und mein Herrchen werden. Sie waren bestimmt 2
bis 3 Stunden bei Monika und redeten über alles Mögliche.
Dann war es Zeit von Monika und den
anderen Hunden Abschied zu nehmen. Mein neues Frauchen nahm mich auf den
Arm und wir gingen nach draussen, wo ein grosses Auto stand, das man Wohnmobil
nannte. |
Ich konnte sehen, dass die Monika und auch
mein neues Frauchen und Herrchen ein paar Tränen in den Augen hatten,
aber ich glaube, dass es Freudentränen waren und dabei hörte
ich wie Claudia und Willi der Monika versprachen, dass ich es gut bei ihnen
haben werde.
Ich wusste ja gar nicht, was mich erwartete,
aber als ich dies hörte, war ich schon ein wenig erleichtert. Dann
ging es mit dem Wohnmobil in mein neues Zuhause.
Als wir nach knapp 2 Stunden dort ankamen,
wurde ich zuerst mal allen Familienmitgliedern vorgestellt. Jetzt kannte
ich auch meine neue Familie und auch einigen Nachbarn wurde ich vorgestellt.
Danach hat man mich zuerst mal in Ruhe gelassen, damit ich mich an die
neue Umgebung gewöhnen konnte. Für mich war alles vorbereitet
Futter- und Wassernapf, Hundekörbchen, usw.
Zwei Wochen später fuhr ich dann
schon mit meiner Familie in den Urlaub mit dem Wohnmobil auf verschiedenen
Campingplätzen, zuerst an den Bodensee, dann weiter nach Österreich.
Das gefiel mir ganz gut. Im ersten Winter hier habe ich dann die Erfahrung
gemacht, dass es echt kalt sein kann. Da bin ich lieber drinnen und mache
nur kurze Spaziergänge. Alles in allem kann ich sagen, dass es stimmt,
was Claudia und Willi der Monika versprochen haben ... ich habe es hier
sehr gut und kann mich nicht beklagen!
Bellen tu ich nicht viel,
warum auch!? Und da ich ziemlich still bin haben sich mein Frauchen und
mein Herrchen irgendwann gedacht, ob es vielleicht für mich ganz gut
wäre, wenn ich einen Spielgefährten bekomme.
Nun ja, was soll ich sagen
etwa 8
Monate, nachdem ich mein schönes Zuhause bezogen hatte kam dann die
Kira aus Roquetas zu uns und so bekam ich dann eine Spielgefährtin.
Aber das soll sie jetzt selbst erzählen .... |
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Hallo, ich heisse Kira und
komme ebenso wie Benji aus Roquetas de Mar.
Mein Geburtsdatum wird auf den 05.01.2004
geschätzt. Leider erging es mir in Spanien nicht so gut, wie der Benji,
die ja wenigstens noch die ersten Wochen bei ihrer Mama war. Ich kann mich
auch nicht mehr so richtig an meine ersten Lebenswochen erinnern, denn
ich wurde als ca. 4 - 5 Wochen alter Welpe mit 3 weiteren Geschwistern
in einem Karton an einer Mülltonne entsorgt. Glücklicherweise
fand uns dort jemand und brachte uns ins Tierheim. Wie man mir später
erzählte waren meine 3 Geschwister noch in einer wesentlich besseren
Verfassung als ich. Ich war wohl schon so abgemagert und schwach, dass
man mir keine Überlebenschance mehr gab. Selbst der Tierarzt meinte,
dass man mich nicht mehr durchbringt. Jos, der Leiter des Tierheims wollte
dennoch versuchen, mich aufzupäppeln und so nahm er mich mit zu sich
nach Hause.
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Er nannte mich Kaiowa,
weil er allen Hunden einen indianischen Namen gibt, die bei ihm zuhause
waren. Mein neues Frauchen und Herrchen haben mich dann später Kira
genannt.
Wie man erzählte wollte ich auch
bei Jos zuhause zunächst nicht fressen, doch als dem Jos ein paar
Brotkrumen und ein paar Chips heruntergefallen waren, da habe ich doch
langsam versucht zu fressen. Ohne diese intensive Betreuung von Jos wäre
ich wohl heute nicht mehr am Leben. |
Dank seiner Fürsorge habe ich mich
dann relativ schnell erholt und so hat er mich dann zum Ehepaar Wörner
gebracht (Herr Wörner ist der Ehrenvorsitzende des Tierheims). Hier
habe ich dann auch mit ein paar Tage mit anderen Welpen gelebt, bis ich
dann kräftig genug war, um die Reise nach Deutschland anzutreten.
Ich kam aber nicht mit
dem Flugzeug nach Deutschland, wie die Benji, sondern mit einigen anderen
Hunden im Transporter des Tierheims, der immer wieder mal nach Deutschland
fährt, um Hilfsgüter dort abzuholen und dann auch einige Hunde
mitnimmt, die dann zu den Pflegestellen gebracht werden, von wo aus dann
eine Familie für diese Hunde gesucht wird.
Und jetzt ratet mal, wohin ich gebracht
wurde? Na
ja richtig
zu Monika |
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Wie ich später erfuhr hatten sich
mein neues Frauchen und Herrchen schon mit Monika in Verbindung gesetzt,
weil sie ja einen Spielgefährten für Benji suchten und mein Bild
im Internet gesehen hatten. So war ich nur gut einen Tag bei Monika, dann
kamen am 19.03.2004 mein neues Frauchen und Herrchen mit Florian und Benji
zu Monika, denn sie wollten wissen, ob ich mich auch mit der Benji vertrage.
Als ich die Benji sah und sie mich, da war es vom ersten Moment an so,
das sich zwei Freunde gefunden haben. Obwohl bei der Monika noch viele
andere Hunde waren, haben Benji und ich in den 2 bis 3 Stunden bei Monika
fast nur miteinander gespielt. So war es klar, dass ich damit auch mein
Zuhause gefunden hatte!
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Auch bei mir war es, wie
es damals bei Benji war
als wir uns von Monika verabschiedeten hatten
mal wieder alle feuchte Augen und auch jetzt versprachen mein neues Frauchen
und Herrchen der Monika, dass ich es bei ihnen gut haben werde, genauso
gut wie die Benji.
Dann fuhren wir zu meinem neuen Zuhause.
Auch für mich war schon alles vorbereitet
auch ich hatte meine eigenen
Wasser- und Futternäpfe, mein eigenes Körbchen, etc. |
Benji zeigte mir alles und ich orientierte
mich viel an ihr, sie war ja ca. 8 Monate älter als ich und auch ein
klein wenig grösser. Mit dem Sauberwerden dauerte es aber seine Zeit.
Sie war wie eine grosse Schwester für mich, allerdings galt dies nicht
für die Mahlzeiten.
| Mein Frauchen und Herrchen
hörte ich öfter sagen, dass ich irgendwie verfressen wäre,
denn wenn die Benji mit dem Fressen zu langsam war, dann fraß ich
ihre Ration auch noch auf und so musste Frauchen immer die Mahlzeiten überwachen.
Na ja, ich glaube das hatte damit zu tun, dass ich als Welpe an der Mülltonne
wohl sehr grossen Hunger gelitten habe
! Ich konnte ja nicht wissen, dass
es am nächsten Tag wieder was zu Fressen gibt!? |
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Es hat dann einige Zeit gedauert, bis ich
begriffen hatte, dass es regelmässige Mahlzeiten gibt und ich nur
meinen Napf leer machen darf und Benji ihren lassen muss. Anfangs machten
mir vorbeifahrende Autos, insbesondere Lastwagen beim Spazierengehen noch
Angst, aber das legte sich dann auch mit der Zeit. Wahrscheinlich auch
eine Folge von der Zeit an der Mülltonne. Allerdings kann ich es auch
heute noch nicht ab, wenn Radfahrer oder Fussgänger schnell an uns
vorbeirauschen, dann muss ich diese doch immer mal anbellen.
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Mit dem Wohnmobil bin ich
nun auch schon öfter im Urlaub gewesen. Mir gefällt dies genauso
gut wie der Benji. Auch ich kann nur sagen, dass ich es mit meinem Zuhause
sehr gut erwischt habe! Das es mir heute so gut geht hätte ich mir
damals an der Mülltonne nicht träumen lassen. Bin sogar etwas
grösser geworden als die Benji. Dies war meine Geschichte.
Insgesamt können wir beide sagen,
dass wir ein tolles Zuhause gefunden haben, in dem es uns sehr gut geht. |
Unsere Familie möchte
uns nicht mehr missen und wir beide sind heute ein Herz und eine Seele.
Keine von uns kann mehr ohne die andere sein. Nagut, hin und wieder zoffen
wir uns auch schon mal, aber das ist wohl normal bei Hunden.
Einmal im Jahr fahren wir mit Frauchen
und Herrchen zum Mischlingstag im Tierheim Bocholt, um dann mal wieder
die Monika zu treffen. Hier hatte Benji im Jahr 2003 sogar den ersten
Platz in der Welpengruppe gemacht! |
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So und nun haben wir genug
von uns berichtet. Wir hoffen darauf, dass alle Hunde des Tierheims Roquetas
irgendwann ein schönes Zuhause finden. Leider wird dies wohl ein Wunschtraum
bleiben, denn es suchen soviele Hunde ein schönes Zuhause und gemessen
an dieser Zahl sind nur wenige Menschen bereit, einem Hund ein schönes
Zuhause zu geben. |
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